Merlin Schreiber

Grundschüler die GTA spielen, Jugendliche die Fortnite spielen, Kinder die scheinbar ausschließlich über Minecraft sprechen können. Kinder lieben das Zocken. Computerspiele sind teil der Lebenswelt von fast allen Kinder.  Grade bei einem so stressigen Leben was viele Kinder bereits führen, sei allen diese Entschleunigung gegönnt und ich will niemanden sein Hobby wegnehmen oder etwas was jemanden Spaß macht madig reden.
Nur eine Sache habe ich heute mit einem Schüler besprochen, die ich sehr interessant fand. Wir kamen darüber zu sprechen wie viel geübt wurde und als er versucht hat sich daran zu erinnern kam raus, dass er in zwei Wochen nur einmal geübt hat. Und ich habe ihn gefragt was er stattdessen - vor allen Dingen im Verlauf seiner Erkältung (Es geht wirklich rum im Moment) - gemacht hat und es war Fortnite zocken. All seine Freunde dürfen schon viel länger zocken als er klagte er und er musste einige Punkte (gute Noten, Im Haushalt helfe) erfüllen um überhaupt zocken zu dürfen.
Da fiel mir etwas auf: Jeder kann Fortnite spielen. All seine Freunde spielen Fortnite. Jeder kann innerhalb kürzester Zeit die Spielmechanik erlernen. Dadurch wird man super schnell "belohnt" und hat ein Erfolgserlebnis. Ich glaub bei der Gitarre ist das ein wenig anders. Man muss erst ein wenig üben und kann dann erst die Erfolge einfahren. Ich meinte daraufhin zu ihm: All deine Freunde können Fortnite spielen, aber du hast jetzt die Möglichkeit Gitarre zu lernen und schon in kürzester Zeit wirst du etwas können was nicht jeder kann... Ich musste dabei auch an diese Szene aus Scrubs denken.

Dinge die Zeit brauchen zu lernen sind oft viel mehr wert. Nicht viele sind bereit diese Zeit aufzuwenden. Und genau das macht den Unterschied.